Martha, seit einem Kriegstrauma stumm und mit einer furchtbaren Schuld beladen, kehrt als alte Frau auf den verfallenden Berghof ihrer Familie zurück. Hier will sie sterben: Denn schon wieder kriecht ein brauner „Wurm“ ins Tal, und sie will nicht noch einmal erleben, wie sich dieser Parasit in den Köpfen der Menschen einnistet und sie zu unvorstellbaren Taten treibt. Doch die Welt stöbert Martha in ihrem Mauseloch auf und zwingt sie, sich der Vergangenheit zu stellen. Und so reißen nie verheilte Wunden wieder auf und bringen dunkle Geheimnisse ans Licht … Eine kleine Geschichte über die Menschlichkeit in Zeiten der Entmenschung, die unaufhaltsam ihre Wucht entfaltet. Barbara Imgrund, in Bayern geboren und aufgewachsen, ist freie Lektorin, Literaturübersetzerin und Schriftstellerin in Heidelberg. Inspiriert von ihren Erfahrungen im Hospizdienst, behandeln ihre Texte immer wieder die Frage, wie wir Menschen in den Stürmen des Lebens bestehen und was uns am Ende des Tages wirklich wichtig ist. Sie hat bisher fünf Romane, ein erzählendes Sachbuch und einen Lyrikband vorgelegt.