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AK Gesellschaftliche Transformation

29. September @ 19:00 - 21:00

Kultureller Wandel als Voraussetzung wirksamer Umweltpolitik

Bei unserem letzten AK-Treffen führten wir eine kontroverse Diskussion darüber, ob es für die Bekämpfung der Klima- und Umweltkrise nicht zwingend auch Verbote und Konsumeinschränkungen braucht oder ob entsprechende Forderungen direkt ins politische Abseits führen würden. Alles spricht dafür, dass beides wahr ist. Und dass deshalb selbst grüne Politiker den einzigen Ausweg in einem Regulierungs- und Technologieoptimismus suchen, der einer kritischen Prüfung nicht standhält. 

Enorme technologische Fortschritte erleichtern es zwar, den Klimazielen schnell näher zu kommen. Die besten verfügbaren Prognosen besagen jedoch, dass diese dennoch sowohl in Deutschland und erst recht global weit verfehlt werden. Denn bisher ernten wir nur die tief hängenden Früchte. Zudem wird die Klimabilanz schöngerechnet, da unberücksichtigt bleibt, dass die Energiewende einen Teil der Emissionen nur in Rohstoffländer verlagert. Und selbst nach einem technologieoptimistischen Szenario wären nochmals erheblich gesteigerten Investitionen erforderlich, die letztlich nur auf Kosten des Konsums realisiert werden können. Auch dafür sind weit und breit keine politischen Mehrheiten in Sicht.

Angesichts dieser Lage kann man entweder resignieren, mit politischen Illusionen eine Politik machen, die wenigstens in die richtige Richtung geht, oder aber die Frage stellen, ob sich nicht auch unsere Kultur grundlegend verändern lässt. Eine Frage, die natürlich auch deshalb von großer Bedeutung ist, weil der kulturelle Wandel gerade in eine äußerst unerfreuliche Richtung verläuft. 

Deshalb soll es bei unserer nächsten Sitzung um die politische Kultur gehen.

Interessierte sind herzlich eingeladen.

Details

  • Datum: 29. September
  • Zeit:
    19:00 - 21:00

Veranstaltungsort

  • Grünes Büro