AK Gesellschaftliche Transformation
Thema: Wachstumskrise und Realitätsverleugnung
Das anhaltend hohe Wirtschaftswachstum seit der industriellen Revolution hat sehr vielen Menschen Wohlstand, soziale Sicherheit und ein hohes Maß an individueller Freiheit gebracht. Doch heute zerstören ungebremste Kapitalverwertung und überbordender Konsum nicht nur unsere natürlichen Lebensgrundlagen, sondern untergraben auch den sozialen Zusammenhalt. Dennoch wird an Wertvorstellungen und Normen festgehalten, die sich in der langen Wachstumsphase als erfolgreich erwiesen und verfestigt haben. Bis in die Sozialwissenschaften hinein sind die vorherrschenden Denkweisen von Fortschrittserwartungen und Freiheitsvorstellungen geprägt, die nur noch bei zunehmender Realitätsverweigerung aufrechterhalten werden können. Widersprechen die Wissenschaften aber diesen Vorstellungen, werden sie selbst zum Ziel massiver Angriffe, wie wir gerade in den USA beobachten können.
Angesichts der zunehmend deutlicher sich abzeichnenden katastrophalen Veränderung der Umweltbedingungen wäre eine starke Verschiebung der gesellschaftlichen Prioritäten vom privaten Konsum auf die Bewältigung der öffentlichen Aufgaben erforderlich. Doch wie etwa die politischen Turbulenzen um das Heizungsgesetz oder die permanente Unterfinanzierung des Staates zeigen, ist das erforderliche politische Umsteuern weder theoretisch noch kulturell gut vorbereitet. Es bräuchte eine grundlegende Veränderung der öffentlichen Diskurse. Doch wie kann diese erreicht werden?
Darüber wollen wir nach einem kurzen einführenden Vortrag diskutieren.
Interessierte sind herzlich eingeladen!

