Gemeinsame Pressemitteilung von Dr. Franziska Brantner MdB und Matthias Gastel MdB vom 01.09.2026
Druck zeigt Wirkung: Planungen für Bahnknoten Mannheim werden fortgeführt
Der öffentliche Druck auf die Bundesregierung hat gewirkt: Nach monatelanger Unsicherheit über die Finanzierung des Bahnknotens Mannheim erhält der Ausbau der Teilstrecke zwischen Heidelberg Hauptbahnhof und Heidelberg-Wieblingen nun doch die notwendigen Mittel für die weitere Planung. Das geht aus einer aktuellen Antwort der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage der Grünen-Bundestagsfraktion zum „Projektstand Ausbau Großknoten Mannheim“ hervor.
Demnach wird die Planung des Ausbaus der Strecke Heidelberg Hbf – Heidelberg-Wieblingen nun doch in der Leistungsphase 3/4 fortgeführt, die voraussichtlich in drei bis vier Jahren abgeschlossen sein soll. Noch im Januar hatte die Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage der Grünen-Bundestagsfraktion mitgeteilt, dass für den geplanten viergleisigen Ausbau vorerst kein Geld zur Verfügung stehe.
Die Bundestagsabgeordnete für Heidelberg und Neckar-Bergstraße, Dr. Franziska Brantner, und der Berichterstatter für Bahnpolitik der Grünen-Bundestagsfraktion, Matthias Gastel, hatten diese Entscheidung scharf kritisiert und in den vergangenen Monaten mehrfach öffentlich Druck auf die Bundesregierung ausgeübt. Unterstützung kam dabei auch vom Zweckverband Verkehrsverbund Rhein-Neckar (ZRN) sowie aus der regionalen Wirtschaft, die dem Bund fehlende Priorisierung des Bahnknotens Mannheim vorgeworfen hatte.
Brantner und regionale Vertreter hatten Druck gemacht
„Der Druck aus der Region hat sich gelohnt. Ohne diesen wäre das Projekt weiter auf der Strecke geblieben. Der Abschnitt zwischen Heidelberg Hbf und Wieblingen ist ein Nadelöhr, das Pendlerinnen und Pendler durch Verspätungen und Zugausfälle fast täglich zu spüren bekommen. Es ist ein gemeinsamer Erfolg, dass die Bundesregierung die Planung jetzt fortführt. Dass der Ausbau dringend nötig ist, hätte sie aber längst selbst erkennen müssen“, erklärt Dr. Franziska Brantner.
Matthias Gastel betont: „Der Bahnknoten Mannheim gehört zu den zentralen Engpässen im deutschen Schienennetz. Dass er nun in der Leistungsphase 3/4 weiter finanziert wird, ist ein wichtiger Schritt. Klar ist aber auch: Ohne eine dauerhaft gesicherte Finanzierung durch den Bund drohen solche Bahn-Projekte jederzeit wieder ins Stocken zu geraten.“
Hintergrund: Finanzierung von Bahnprojekten und Leistungsphase 3/4
Die Übergänge von Bahnprojekten zwischen den einzelnen Leistungsphasen werden einmal jährlich zwischen Bundesregierung und DB InfraGO vereinbart – bei der sogenannten Fulda-Runde. Die Grünen-Bundestagsfraktion fragt die Ergebnisse dieser Runde seit Jahren regelmäßig ab. Die Leistungsphase 3/4 umfasst die Entwurfs- und Genehmigungsplanung einschließlich der baurechtlichen Genehmigung (Planfeststellung). Nach ihrem Abschluss gilt ein Projekt als baureif. In einer Antwort im Januar (Drucksache 21/3591) hieß es noch, dass erstmals kein einziges Bahnprojekt in die nächste Leistungsphase verschoben wurde. Zahlreichen Vorhaben drohte damit die Pausierung und der Abzug der Projektteams durch die Deutsche Bahn – mit dem Risiko, dass Fachwissen verloren geht und eine Wiederaufnahme nur mit erheblichem Mehraufwand möglich ist.
Der etwa drei Kilometer lange zweigleisige Abschnitt zwischen dem Haltepunkt Heidelberg-Pfaffengrund/Wieblingen und dem Heidelberger Hauptbahnhof stellt derzeit einen Kapazitätsengpass dar. Um die Zugpünktlichkeit zu verbessern und künftig das Verkehrsangebot ausweiten zu können, soll im Abschnitt zwischen Heidelberg-Wieblingen und Heidelberg Hauptbahnhof die drei Kilometer lange zweigleisige Strecke auf vier Gleise ausgebaut werden.
Die ausführliche Kleine Anfrage und die Antworten (Drucksache 21/7305): Hier klicken!
Artikel in der Rhein-Neckar-Zeitung: Hier klicken!







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