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13.02.2017

Nachhaltige Energieversorgung

Stadtblattartikel von Dr. Monika Gonser vom 13.02.2017

Beim Klang des Wortes „Heidelberg“ fallen einem viele Assoziationen sofort ein – die Altstadt, die Universität, Künstler*innen und Wissenschaftler*innen der Gegenwart und der Vergangenheit, das Schloss, der Neckar und so weiter. Manche Gedanken kommen einem jedoch nicht in den Sinn und doch zeichnen sie die Stadt an viele Stellen aus, so z.B. das Thema Energie.

Heidelberg ist eine Masterplan-100%-Klimaschutz-Stadt und hat sich damit besonders ehrgeizige Klimaschutzziele gesteckt – und auch bereits einen Plan, wie sich diese Ziele erreichen lassen. Heidelberg bezieht einen vergleichsweise hohen Anteil seiner Wärmeversorgung aus erneuerbaren Energien und aus Kraft-Wärme-Kopplung, es ist der Ort der größten Passivhaussiedlung der Welt. Heidelberg hat durch die Konversionsflächen die Chance, jetzt die Weichen für eine zukunftsweisende Setzung energetischer Standards bei Neubau und Sanierung zu stellen und es sind zwei Standorte für Windräder auf Heidelberger Gemarkung in der Diskussion – es gäbe hier noch mehr Punkte zu nennen.

Heidelberg als Stadt einer guten und nachhaltigen Energieversorgung – das ist ein Blickwinkel, den wir von Bündnis 90 / Die Grünen kontinuierlich mitdenken, anregen und einfordern. Aus diesem Grund haben wir letzten Donnerstag Oliver Krischer, Grünes Mitglied des Bundestages, eingeladen, neueste Entwicklungen der deutschen Energiewende vorzustellen und zu diskutieren. Es wurde ein spannender Abend mit herausfordernder und anregender Diskussion. Die Energiewende ist das richtige Ziel. Bestimmte Bereiche bedürfen aber der dringenden Verbesserung oder Beschleunigung. Dazu gehören etwa der Kohleausstieg, erneuerbare Energien endlich auch im Verkehr und eine schnellere Umsetzung der Verkehrswende oder eine Schwerpunktsetzung nicht nur auf alternative Energiequellen und auf mehr Energieeffizienz, sondern auch auf die Vermeidung von Energieverbrauch.

Hier sind die Städte in der Pflicht, nicht nur können sie – auch aufgrund einer umfassenden Förderung der technischen Entwicklung in der Vergangenheit – auf Technologien zurückgreifen, die die erneuerbaren Energien inzwischen absolut wettbewerbsfähig machen. Sie sind auch die entscheidenden Umsetzer vor Ort und unabhängiger von politischen Großwetterlagen, in denen derzeit auch mal Positionen zum Klimawandel hörbar werden, die vor zwanzig Jahren eigentlich schon nicht mehr aktuell waren. Wir von Bündnis 90/Die Grünen bleiben an dieser Debatte dran – schließen Sie sich uns an, als nächstes am 22. März zur Frage "CO2-neutrale Stadtquartiere – wie geht das?".


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